Wanderung 2001

Am 30.6. war es wieder mal so weit: Die alljährliche Wanderung des TTC Guntramsdorf stand erneut ins Haus. Es war das mit Sicherheit aufregendste und nasseste Wochenende des Jahres. Um 600 hieß es rein in die Autos und auf nach Donnersbachwald. Die Fahrt verlief, im Gegensatz zur Wanderung 2000, relativ unspektakulär. Bongo nahm keine Reiseprospekte aus diversen Raststationen mit, Max aß keine Gulaschsuppe und Dani und Mene teilten sich kein Gericht.

Als wir nach langer Zeit auf dem ca. 1km entfernten Parkplatz der Mörsbachhütte ankamen, marschierten wir hinauf zu unserer Unterkunft, legten dort die Rucksäcke ab und gingen retour zu den Vehikeln, mit denen wir weiter zu einem sog. Kaltwassersee baden fuhren. An diesem See fanden wir allerdings nur ein zwar schönes, aber zum Schwimmen ungeeignetes Biotop vor, zu dem Bongo bemerkte: "Wos, do drin soi i schwimma?" Dabei mussten wir nur ein paar Schritte weiter gehen, um zum echten Badesee zu gelangen. Natürlich durfte unser obligatorisches "Kickerl" auch nicht fehlen.

Auch wenn der Ball im Teich landete wurde das Spiel nicht unterbrochen, was zum leichten Vorteil für die Mannschaft ohne T-Shirts wurde. Anschließend duellierten sich Berni und Christoph in der Disziplin Saltos vom Steg während Max und Richy dem verlorengegangenen Fußball im eiskalten Bach hinterher rannten.

Nach unserem Abstecher am Teich, gab Bongo sein Bestes, um eines der heißbegehrten Fotos von Dani oder Mene zu schießen, doch es gelang ihm nicht. Danach begaben wir uns auf den Weg zu einer kleinen Hütte, wo wir einen Nachmittagsimbiss einnahmen. Als wir fertiggegessen hatten, redeten wir Bongo ein, er dürfte sich das Besteck, das bei seinem Schmalzbrot dabei war, mitnehmen. Doch er traute uns nicht so ganz und fragte sicherheitshalber nach ob es stimmte. Die "Kellnerin" schaute nur verdutzt aus der Wäsche und Bongo kam wutentbrannt zu uns zurück. Wenige Minuten später wurde Christoph von einem Stammkunden dieser Hütte gefragt, ob er müde wäre, die einzige Antwort war: "Na, hahaha!"

Als wir von dieser Hütte wieder bei den fahrbaren Untersätzen angelangt waren, gingen wir ordentlich etwas essen. Preisfrage was aß Max?? Korrekt, eine Gulaschsuppe! Auf dem 2. Marsch des Tages zur Mörsbachhütte wurde es dann so richtig amüsant. Bongo und Max matchten sich um den Titel des besten Witzerzählers, türlich musste jeder Joke selbst erfunden sein. Bongo brillierte durch geniale Witze wie z.B.:

"James Bond wurde vom 007 zum 00 degradiert, seit dem wollten alle bei ihm eintreten."

Haha, gutes Witzerl! Doch in der nächsten Runde kam es noch besser:

"Agent 00 hatte Pech, und hieß nur noch 13!"

HÄÄÄ????

Gegen dieses hochintellektuelle Witzniveau von Bongo war Max chancenlos, die Krone des TTC Witzkönigs des Jahres 2001 ging ohne Zweifel an Thomas Bongo Keller.

Die Nacht war im Großen und Ganzen eine entspannende, die "Bettumadumhupfarei", wie wir sie bei der Wanderung 2000 veranstalteten, blieb diesmal aus, Bongo wachte ohne Gesichtsmalerei auf und hatte keine Steine im Rucksack. Man merkt nun mal doch, dass auch wir erwachsen werden...

Am zweiten Tag hieß es um 830 "Raus aus den Federn und aufi aufn Berg!" Wir dachten es wird ein guter Tag um den Gipfel zu bezwingen, tja, dachten wir. Nach ungefähr einer halben Stunde begann es leicht zu nieseln, kurz darauf war das aber auch schon wieder vorbei. Doch diese Regenpause dauerte nicht lang. Währenddessen versuchten wir so gut es ging um die einzelnen Lacken herum zu "tanzen". Wenige Meter vor dem Gipfel entschieden sich Stefan, Fips, Flo und Christoph für eine vermeintliche Abkürzung, wie gesagt, vermeintlich. Zeitmäßig waren die 5 genauso schnell wie Berni und Richy, doch Stefan und Co gingen im Windschatten des Berges, während die beiden anderen über den Kamm hinauf zum höchsten Punkt wollten. Als wir oben ankamen, setzte der Regen so wirklich heftig ein, dazu kam ein Wind der einem wortwörtlich das Kapperl von der Birne blies. Doch nachdem wir endlich den Gipfel erreichten, musste schon unbedingt ein Foto geschossen werden, auch wenn der Regen waagrecht in unser Gesicht fegte.

Gleich anschließend an das Vogerl machten wir uns so schnell es ging auf den Weg nach unten. Stefan, Flo, Fips, Richy und Christoph legten die gesamte Strecke im Laufschritt zurück und konnten die Hütte eine halbe Stunde vor den anderen erreichen. Natürlich waren bei diesem atemberaubenden Tempo Stürze unvermeidlich: Schuhe blieben im Gadsch hängen, oft waren auch die Füße schneller als der Rest des Körpers, die Folge waren Braune Ärsche!

Nachdem alle in der Hütte ohne Verletzungen ankamen, nahmen wir noch eine kleine Stärkung zu uns und es ging nun endgültig heimwärts - quatsch, quatsch, quatsch. Als wir auf der Autobahn angelangt waren, steckten alle die in Bernis Wagen mitfuhren, den Kopf aus dem Fenster um die Windgeschwindigkeit, die es am Berggipfel hatte, zu ermitteln: 85 km/h - "Etwas schneller!" 90 km/h - "Noch immer zu langsam!" 100 km/h - "Perfekt, das is's!"